Langzeitblutdruckmessung

Ziel der Untersuchung

Einzelne hohe Blutdruckwerte, insbesondere wenn sie beim Arzt erstmalig gemessen werden, unterliegen äusseren Einflüssen, die die Blutdruckregulation häufig verfälscht darstellen (z.B. der Weisskitteleffekt). Zudem geben sie keine Auskunft über das Mass der Blutdrucksenkung in der Nacht, die Variabilität zwischen den Blutdruckwerten sowie den morgendlichen Anstieg vor/beim Erwachen. Die Langzeitblutdruckmessung hingegen gibt Auskunft über alle wichtigen Parameter. Sie wird deshalb auch als Goldstandard der Blutdruckmessung bezeichnet. Zur Entscheidung, ob ein blutdrucksenkendes Medikament erforderlich ist, wird die Langzeitblutdruckmessung meistens herangezogen. Zusammen mit der Messung der Intima-Media Dicke der Halsschlagader, der arteriellen Gefässsteifigkeit und der Dicke der Herzwand der linken Herzkammer in der Echokardiographie sowie dem arteriosklerotischen Risikofaktorenprofil ermöglicht sie eine präzise Einschätzung, bei welchem Blutdruck zunächst Lebensstilmassnahmen wie zum Beispiel mehr und richtige Bewegung, ein Medikament oder beides erforderlich sind.

Ablauf der Untersuchung

Die Langzeitblutdruckmessung erfolgt nichtinvasiv über eine Oberarmmanschette, die über die Zeitdauer der Messung (meist 24 Stunden) getragen wird. Über einen Schlauch wird die Manschette aufgepumpt und die Werte werden in einem kleinen, leichten Kästchen (ca. 8cm*6cm*2cm) aufgezeichnet. Die Manschette wird tagsüber alle 15 min, in der Nacht alle 30 min für 20-30 sec aufgepumpt. Die Arbeit und Alltagsaktivitäten können – sollen sogar – weitergeführt werden. Nur sehr wenige Menschen wachen nachts von der Messung auf.

Dauer der Untersuchung

Meist 24 Stunden, Anlegen ca. 5 Minuten