Ultraschall Halsarterien, Verkalkungen

Ziel der Untersuchung

Beim Ultraschall der Halsarterien (vordere Halsarterie = Arteria carotis; hintere Halsarterie = Arteria vertebralis) wird untersucht, ob Verkalkungen vorhanden sind. Die können nach Zahl, Lokalisation und Art unterschiedlich ausgeprägt sein. Je mehr vorhanden sind, je stärker sie den Blutfluss behindern und je instabiler sie aussehen, umso höher ist das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall. Verkalkungen, auch Plaques genannt, sind gehäuft bei chronischem Rauchen und Störungen im Fett- sowie Cholesterinstoffwechsel zu beobachten. Werden bedeutsame Verkalkungen gefunden, sollten Massnahmen zur Verbesserung der veränderbaren Risikofaktoren ergriffen werden. Unter Umständen ist eine weitere neurologische Untersuchung ratsam oder die Ausdehnung der Ultraschalluntersuchung auf die nicht von aussen sichtbaren Verläufe der Arterien.

Ablauf der Untersuchung

Die Untersuchung der Halsschlagader auf Verkalkungen wird im Liegen ohne Belastung für den Körper mit einem ungefährlichen Ultraschall durchgeführt (wie bei Schwangeren). Dabei werden die vorderen Halsarterien (Arteria carotis) sowie die hinteren Halsarterien (Arteria vertebralis) auf der rechten und der linken Halsseite untersucht. Der Schallkopf wird vorsichtig auf die Haut aufgelegt und der Kontakt durch Ultraschallgel optimiert. Der Untersucher betrachtet die Arterie aus verschiedenen Winkeln und dokumentiert bedeutsame Verkalkungen als Bilder und Clips (Minifilme über wenige Sekunden). Zudem können Länge und Breite der Arterie sowie den Einengungsgrad (Stenose) gemessen werden. Sie können die Untersuchung am Bildschirm verfolgen.

Dauer der Untersuchung

Die Untersuchung dauert 15-20 Minuten. Sie ist auch zusammen mit der Messung der Intima-Media Dicke möglich.