Forschungsnews

10.05.2017

Abendliche Lichtexposition verbessert Leistung im Endspurt

Athleten müssen oft am späten Abend während der TV Prime-Time Wettkämpfe bestreiten, obwohl sie zu dieser Tageszeit aufgrund ihres Biorhythmus häufig nicht mehr ihre volle Höchstleistung erzielen. In der EX-Light Studie wurde unter Leitung von Raphael Knaier an 74 Athleten untersucht, ob eine Lichtexposition vor einem Zeitfahren diesen Nachteil ausgleichen kann. Geprüft wurde die Hypothese, ob durch die Unterdrückung des „Schlafhormons“ Melatonin die Ausdauerleistung in einem 12-minütigen Zeitfahren verbessert werden kann. Als Ergebnis dieser umfangreichen Athletenstudie konnte die erwartete Verbesserung der Maximalleistung zwar nicht gezeigt werden, aber es verbesserte sich die Fähigkeit, im Endspurt des Zeitfahrens die Leistung signifikant zu steigern. Diese Steigerung korrelierte mit der Menge an sogenannten blauem Licht, das wirksam das Melatonin unterdrückte. Die Ergebnisse dieser Studie, die in enger Zusammenarbeit zwischen der Sport- und Bewegungsmedizin (Prof. Arno Schmidt-Trucksäss) und der Chronobiologie der Universität Basel (Prof. Christian Cajochen) entstanden ist, sind in der renommierten Fachzeitschrift Frontiers in Physiology nachzulesen: http://journal.frontiersin.org/article/10.3389/fphys.2017.00264/full