Forschungsnews

19.06.2017

Körperliche Aktivität, Kognition und Gehirnaktivität bei 10-11 jährigen Kindern

Eine zunehmende Anzahl von Befunden weist auf einen Einfluss körperlicher Aktivität im Alltag auf höhere kognitive Funktionen hin. Jedoch wurden die zugrunde liegenden neurophysiologischen Mechanismen der Wirkung körperlicher Aktivität insbesondere bei Kindern bisher kaum beleuchtet.

Deshalb haben Wissenschaftler des Departements für Sport, Bewegung und Gesundheit an der Universität Basel in Kooperation mit der Universität Leipzig an 2 Gymnasien den Zusammenhang zwischen körperlicher Aktivität, kognitiver Leistung und Gehirnfunktion untersucht. In die „Active Schools“-Studie wurden 55 Schüler im Alter von 10-11 Jahren einbezogen. Die Kinder trugen Aktivitätssensoren über einen Zeitraum von 7 Tagen und absolvierten anschliessend mehrere kognitive Tests (Verbal Fluency Test, mentale Arithmetik) bei gleichzeitiger Messung der Gehirnaktivität im präfrontalen Kortex mittels funktioneller Nahinfrarotspektroskopie (fNIRS).

Die kognitiven Tests riefen eine Zunahme der Aktivität in Arealen des präfrontalen Kortex hervor, die mit kognitiver Flexibilität und Arbeitsgedächtnis assoziiert sind. Es fanden sich jedoch keine Hinweise auf einen Einfluss des Umfanges und der Intensität der körperlichen Aktivität im Alltag auf die kognitive Leistung und die Gehirnaktivität in den genannten Tests. In ausführlicher Form wurden die Ergebnisse kürzlich im Journal of Sports Sciences veröffentlicht.

Weitere Informationen: http://www.tandfonline.com/eprint/kIPNVypugcxPzVmBrKiB/full