Forschungsnews

01.06.2017

Körperliche Aktivität und Gewicht als Schlüsselfaktoren in der Prävention

Auf welche Faktoren soll man besonders achten, wenn man Hypertonie und Diabetes vermeiden will? Dieser Frage wurde in der SAPALDIA-Kohorten Studie nachgegangen und dazu bei 4155 Teilnehmern erstmals zwischen 2001 – 2003 und dann wieder zwischen 2010 – 2011 Rauchverhalten, Alkoholkonsum, körperlicher Aktivität, Grösse und Gewicht erhoben. Bei den durchschnittlich 60-jährigen Teilnehmern waren 2010–2011 16.4% Raucher, 7.7% hatten einen ungesund hohen Alkoholkonsum, 25.5% waren inaktiv und 57.8% übergewichtig oder adipös. Sowohl Hypertoniker als auch Diabetiker hatten schlechtere Lebensstilfaktoren. Frauen mit Diabetes in 2001 veränderten ihren Lebensstil stärker zum Positiven als Frauen mit Hypertonie. Bei den Männern änderte sich bei der gleichen Diagnose wenig. Unabhängig von der Diagnose und deren Änderung erscheint es aber am wichtigsten, das Schwergewicht in der Prävention von Hypertonie und Diabetes auf die Steigerung der körperlichen Aktivität und Reduktion/Kontrolle des Körpergewichts zu legen.

Die Studie unter Leitung von Prof. Nicole Probst Hensch und Mitarbeit von Prof. Schmidt-Trucksäss vom DSBG ist von grosser Bedeutung in Bezug auf die Vermeidung und Behandlung von Nicht-übertragbaren Krankheiten, die sich in epidemischem Ausmass weltweit verbreiten. Nachzulesen sind die Ergebnisse in dem renommierten Journal Preventive Medicine (Prev Med. 2017) mit Diana Walther vom Swiss TPH als Erstautorin.