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Effekte einer multidimensionalen Intervention auf Body-Mass-Index, Hautfaltendicke und physische Fitness bei südafrikanischen Kindern

Für das Gesundheitssystem in Länder mit niedrigem und mittlerem Einkommen stellt die Übergewichtsproblematik eine beträchtliche und wachsende Belastung dar. Die hier präsentierte Studie untersuchte die Auswirkungen einer multidimensionalen, schulbasierten körperlichen Aktivitätsintervention auf die Gesundheit von Kindern benachteiligter Regionen in Port Elizabeth, Südafrika. Von Februar 2015 bis Mai 2016 wurde im Rahmen der DASH-Studie (‘Disease, Activity and Schoochildren’s Health’) durch ein Forscherteam der Nelson Mandela Universität, dem DSBG und dem Schweizerischen Tropen- und Public Health-Institut in acht Township Schulen eine cluster-randomisierte Studie durchgeführt.

Die Interventionen bestanden aus klassischem Sportunterricht, Tanzlektionen (moving to music), Aktivitätspausen während dem Unterricht und einer Verbesserung der Schulinfrastruktur zur Förderung körperlicher Aktivität (Erstellen von Pausenplatzspielen und Bewegungsgeräten). Zu den zu untersuchenden Primärvariablen zählten die kardiorespiratorische Fitness, der Body-Mass-Index (BMI) und die Hautfaltendicke. Erklärende Variablen waren der sozioökonomische Status, selbst berichtete körperliche Aktivität, Stunting (negativ beeinträchtigtes Wachstum und Entwicklung der Kinder durch schlechte Ernährung und wiederholte Infektionen), Anämie und Parasiteninfektionen. Vollständige Daten waren von 746 Kindern verfügbar.

In den Interventionsschulen wurde ein geringerer Anstieg des mittleren BMI-Z-Scores und eine verringerte Zunahme der mittleren Hautfaltendicke beobachtet. Hinsichtlich der Veränderung der kardiorespiratorischen Fitness trat kein signifikanter Gruppenunterschied auf. Diese Ergebnisse zeigen, dass eine multidimensionale, schulbasierte Aktivitätsintervention die Zunahme spezifischer kardiovaskulärer Risikofaktoren reduzieren kann. Jedoch ist eine längere und intensivere Intervention erforderlich, wenn es auch das Ziel sein soll, die kardiorespiratorische Fitness zu verbessern.

Quelle: International Journal of Environmental Research and Public Health: Müller et al. 2019 www.mdpi.com/1660-4601/16/2/232

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