Bereich Sportwissenschaft

Forschung und Lehre am DSBG beschäftigen sich schwerpunktmässig mit dem Themenfeld Sport, Bewegung und Gesundheit. Gesundheit wird hierbei umfassend als bio-psycho-soziales Phänomen verstanden. In diesem Zusammenhang beschäftigt sich der Bereich Sportwissenschaft primär mit der psycho-sozialen Gesundheit, wobei explizit auch eine Brücke zu biologischen Phänomenen geschlagen wird.

Aus dem Blickwinkel von Bewegung und Sport werden Themen aufgegriffen, die von aktueller und voraussichtlich auch zukünftiger gesellschaftlicher Relevanz sind. Bei diesen „Themen der Zukunft“ handelt es sich beispielsweise um folgende Punkte:

  • Bewegungsförderung und Bewegungsberatung vor dem Hintergrund des Bewegungsmangels in der Gesellschaft;
  • Stress und eine gestörte Work-Life-Balance als Folge veränderter Lebens- und Arbeitsbedingungen („new work“);
  • daraus resultierende klinisch relevante Probleme in Form von Depression, Burnout und sonstigen psychischen Belastungen der Gesundheit; und schliesslich (nachgeordnet und noch auszubauen)
  • Bewegung und Sport in einer alternden Gesellschaft („Silver Society“) in Folge offensichtlicher demographischer Entwicklungen.

Diese Themen (Bewegungsmangel, Stress, Depressionen etc, und alternde Bevölkerung) werden häufig als Probleme, d. h. aus pathogenetischer Perspektive beschrieben. Im Zentrum steht hier die Frage, welche Faktoren dazu beitragen, dass Menschen krank werden resp. dass es zu gesellschaftlichen Problemlagen kommt. Diese Perspektive soll nur ein Ausgangspunkt der Arbeit in Forschung und Lehre in der Abteilung Sportwissenschaft sein. Ziel ist es darüber hinaus, die Phänomene aus einer salutogenetischen Perspektive zu betrachten, d. h. die Frage zu stellen, welche Faktoren dazu beitragen können, dass Menschen trotz steigender Belastungen und veränderter Umweltbedingungen gesund bleiben. Hierbei liegt der Fokus auf der Stärkung von Ressourcen durch Bewegung und Sport zur besseren Bewältigung der Herausforderungen des alltäglichen Lebens. So liegt zum Beispiel im Zusammenhang mit dem Thema Bewegungsmangel der Fokus auf Motivation, Verhaltensänderung, nachhaltiger Entwicklung alternativer Lebensstile sowie Steigerung von Lebensqualität. Vor dem Hintergrund steigender Stressbelastungen und daraus resultierenden klinisch relevanter Probleme sind Stressmanagement und die Förderung von protektiven Ressourcen (z. B. mentale Toughness, Selbstkontrolle) weitere Kernthemen. Und schliesslich wird im Sinne einer translationalen Forschung beabsichtigt, die gewonnenen Erkenntnisse in konkrete, praxisnahe Produkte zu überführen. Ziel dieses Vorgehens ist es, mit Hilfe der entsprechenden Produkte die Praxis möglichst positiv zu beeinflussen. Folgendes Schaubild gibt einen Überblick über die zentralen Arbeitsbereiche der Abteilung Sportwissenschaft am DSBG.

Der Bereich Sportwissenschaft wird geleitet von Prof. Dr. Uwe Pühse.

Kontakt

Ordinarius für Sportpädagogik
Prof. Dr. Uwe Pühse
Departement für Sport, Bewegung und Gesundheit
Villa Burckhardt
Gellertstrasse 156
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Tel: +41 (0)61 207 47 80/84
Fax: +41 (0)61 207 47 89
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